Schwerpunkt Sprachförderung und Zwergensprache

Sprache ist der Zugang zur Bildung.

In der petitini Einrichtung wird mit einer Lese-, Erzähl und Schriftkultur = Literacy Umfeld gearbeitet. Sprache wird von uns bewusst gelebt und angewendet, sie ist ständiger Begleiter bei allen Aktivitäten und in allen Bereichen. Sprachförderung findet konstant im Krippen-Alltag statt. Begrüßung jedes einzelnen, die Planung des Tages, Austausch, Gespräche, Abstimmungen, kleinere Projekte, Lieder, Fingerreime finden Platz z.B. im Morgenkreis.

Alle Kästen mit Spielzeugen sind mit dem Inhalt beschriftet. Es gibt z.B. einen Kasten mit Holztieren, so ist dieser auch mit dem Wort „Tiere“ beschriftet. Die Kästen werden immer am gleichen Platz einsortiert. In der Garderobe und an den Zahnputzbechern steht der Name des Kindes. Im Bad werden über Bildzeichen, die wichtigen Abläufe beim Zähneputzen und beim Toilettengang dargestellt.

Das Kind ist für den Spracherwerb darauf angewiesen wie intensiv sein Umfeld die Sprachfähigkeit vermittelt. Alle „petitini“ Pädagogen sind geschult und zertifiziert für die Zwergensprache (auch bekannt als Babyzeichensprache).

Dadurch geben sie eine besondere Unterstützung in der Förderung der Sprachentwicklung, da das gesprochene Wort mit einer Geste unterstützt wird. Alle Mitarbeiter werden dazu angehalten den Kindern die Gesten anzubieten um deren Kommunikation und Sprechfreude zu fördern. Das Grundprinzip Schlüsselwörter mit Gesten zu verbinden wird von jeher in Fingerreimen und Kinderliedern angewandt.

Die Zwergensprache ist dabei ein „Codesystem“, so dass immer die gleiche Geste mit dem gleichen Wort verbunden wird. Die Handzeichen ermöglichen es dem Kind noch vor dem tatsächlichen Sprechen mit ihrem Umfeld zu kommunizieren und sich verständlich zu machen. Das Kind kann verstanden werden und etwas bewirken. Im Gegenzug entwickelt das Umfeld eine bessere Aufmerksamkeit den kindlichen Bedürfnissen gegenüber. Die Erwachsenen sprechen langsamer mit der Betonung auf das wesentliche Schlüsselwort und sind dem Kind zugewandt.

Besonders für mehrsprachig aufwachsende Kinder sind Gesten wie ein natürlicher Helfer zu den Schlüsselworten der Sprachen. Der spielerische Einsatz von konkreten Gesten PARALELL zur Lautsprache gibt ALLEN Kindern Orientierung und Sicherheit, schenkt Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse des Kindes und unterstützt auf altersgerechte Weise die visuelle, motorische und akustische Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes.

Die Zwergensprache ist eine umfangreiche Förderung auf körperlicher (Fein- und Grobmotorik), psychischer (Selbstwirksamkeit – Selbstbewusstsein) und sprachlicher (frühstes Verständnis von Kommunikation) Ebene und fördert so Integration und Inklusion.

Die Zwergensprache wird täglich gezielt angewandt und lässt Sprache präsenter in allen Bereichen des Krippenlebens werden. Sie unterstützt den Aufbau einer Bindung zum Kind durch die erhöhte Aufmerksamkeit und Zugewandheit des Erwachsenen.

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