5 Säulen der Betreuung

Das pädagogische Konzept basiert auf den 5 Säulen:

Wie lernen Kleinkinder?

Egal wie alt Kinder sind, Kinder bilden sich selbst! Kleinkinder lernen von sich aus, in selbst gewählten Aktivitäten. Wir nennen das auch „Selbst-Bildung“ und meinen damit das Bemühen der Kinder sich die Welt und Handlungskonzepte anzueignen. Wie intensiv und vielfältig die Spielhandlungen der Kinder sind, wird durch das Umfeld bestimmt. Voraussetzung für solchen fördernden Umgang mit den Spielthemen ist die Beobachtung, der von den Kindern gewählten Aktivitäten.

Die aktuellen Interessen der Gruppe oder mehrere Kinder werden im Lotusplan dokumentiert und daraus entwickeln die Pädagogen Ihre Bildungs- und Angebotsplanung. Der Lotusplan schult die Beobachtung der Pädagogen und hilft zu reflektieren und zu planen wie das Spiel als vielschichtiges Lerninstrument vertieft und erweitert werden kann.

Er unterstützt die Pädagogen dabei Feinfühligkeit für die Bedürfnisse und Interessen der Kinder mit dem Bildungsauftrag zu verbinden. Der Pädagoge wird Zeuge und begleitet die Kinder in ihren Beobachtungen und Lernerfahrungen. So kann daran mit Angeboten und Bildungsprozessen, Spielmaterialien, Büchern, Liedern oder andere Aktivitäten angeknüpft werden um den ko-konstruktiven Prozess zwischen dem Kind und seiner Umwelt zu vertiefen.

Dabei bleibt das Team in seiner Haltung offen, regt die Neugier an ohne zu drängen, ist bereit auch durch die Interaktion der Kinder zu lernen und eine andere Spielentwicklung als gedacht zu akzeptieren und zu unterstützen. Ziel ist es am individuellen Entwicklungsstand des Kindes anzuknüpfen, Fragen und Problemstellungen der Kinder wahrzunehmen, wertzuschätzen und ihre eigenständige Lösungssuche zu begleiten. Das Kind erlebt sich dabei als kompetent und aktiv, gewinnt Selbstvertrauen, erlebt Selbstwirksamkeit um seine individuelle Autonomie auszubilden.

1. Halt und Balance durch Tagesroutine

Im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren haben Kinder unterschiedliche Tagesrhythmen geprägt durch Schlaf- und Essverhalten. Im Babyalter ist das Ziel einen stabilen Ess- und Schlafrhythmus je Baby zu etablieren.

Im Kleinkindalter soll der “Mittagsschlaf”- Rhythmus verfestigt und durch den erweiterten Tagesablauf mit freiem oder projektbezogenen Spielen, Essenszeiten, Körperpflegezeiten ergänzt werden. Die Rituale der Körperpflege gehören Händewaschen vor dem Essen und nach der Toilette und das Zähneputzen nach den Mahlzeiten.

Ein gleichbleibender Tagesablauf und feste Bezugspersonen geben den Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen. Die Bezugspersonen pflegen einen achtsamen, respektvollen Umgang mit dem Kind. Eine intensive Zuwendung findet in den Pflegesituationen statt.

2. Spielerisches Lernen und individuelle Förderung

Die Kinderkrippe petitini steht für eine ganzheitliche frühkindliche Förderung, nachdem jedes Kind individuell und altersgerecht unterstützt wird.

Einfühlsam begleiten wir Ihr Kind in seiner Entwicklung und motivieren es darin, seine Umwelt spielend kennen zu lernen. Unsere pädagogische Arbeit ist geleitet durch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse und die aktuellsten Qualitätsstandards.

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Förderangebote:
  • Sinnesentwicklung
  • Selbstständigkeit und Individualität
  • So ist unsere Welt
  • Bewegungs- und Sprachentwicklung
  • Mathematik und Geometrie
  • Naturwissenschaft und Technik
  • Umweltbildung
  • Bücher & Co.
  • Kreativität
  • Musik
  • Bewegung und Sport

3. Positive Gruppenerfahrung und soziale Kompetenz

Kinder verschiedenen Alters sind sich gegenseitig Ideengeber, Animateure und Motivationsverstärker. Sie sichern ihr Erlerntes durch Wiederholungen, werden verstärkt durch Bewunderung und ihr Selbstvertrauen wächst im Erleben der eigenen Fähigkeiten. Die Gruppe ist soziales Erfahrungs- und Lernfeld. Wenn ein Kind Respekt für seine Eigenheiten, seine Stärken und Schwächen erfährt, ist es auch fähig, Respekt für andere zu entwickeln.

So erleben sie ungekünstelt, dass jedes Kind etwas Besonderes ist und unterschiedliche Fähigkeiten, Vorlieben, Angewohnheiten und Interessen besitzt. Im emotionalen Bereich liegt der Schwerpunkt der Förderung darauf sich selbst zu mögen, eigene Schwächen zu akzeptieren und zu verkraften, Gefühle zu zulassen und zu verbalisieren, mit Ängsten umgehen zu können. Das pädagogische Fachpersonal unterstützt durch sein Handeln diese Dynamik.

So fördern wir im ausgewogenen Maße das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, den kindlichen Erkundungsdrang und das Bedürfnis nach vielfältigen sozialen Erfahrungen. Im sozialen Bereich legt die Krippe Wert auf die Förderung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, Durchsetzungsvermögen, Akzeptanz gesetzter Grenzen, das Mitteilen von Bedürfnissen, die Entwicklung von Vertrauen und Gemeinschaftssinn, Rücksichtnahme auf andere und jüngere Kinder.

Durch diese umfassende Förderung entwickeln die Kinder Kompetenzen im Sozialverhalten, in ihrer Bewegungsentwicklung und ihres Sprachvermögens. Unsere petitinis sollen sich zu selbstbewussten, sozial kompetenten, lebensbejahenden, lernfreudigen, schöpferischen und fröhlichen Persönlichkeiten entwickeln können.

4. Ruhe und Schlaf – Gesundheitsfürsorge

"Je mehr man ein Kind zum Schlafen bringt, desto mehr schläft es."
Großmutterweisheit

Als wichtiges Element in der Entwicklung des Kindes fördert die Kinderkrippe die Wertschätzung von Ruhe und Schlaf. Wachsen, lernen, entdecken sind enorme Leistungen, die ein Kind im Krippenalter bewältigen muss. Daher ist uns ein entspannender und ausreichender Schlaf der Kinder sehr wichtig.

Ein Kind sollte nicht am Arm der Erzieherin umkippen oder im Kinderwagen zwischen Tür und Angel zum Schlafen gebracht werden. Daher haben wir für die Kinder eigene liebevoll gestaltete Schlafräume und -bereiche, die eine Kultur des Schlafens zu lassen und eine Wertschätzung geben. Dort können die Kinder Schlaf als positive und intensive Sinneserfahrung genießen, sind vor Stresssituationen und Überdrehen geschützt und können neu Erlerntes im Gehirn besser abspeichern.

Die zwei Schlafräume ermöglichen ein individuelles Eingehen auf das Schlaf- und Ruhebedürfnisse jedes einzelnen Kindes und können jederzeit auch außerhalb der Hauptschlafzeiten genutzt werden. Im Schlafraum und -bereich unterstützen die Geräusche des Meeres die Entspannung, das Wohlbefinden und die Geborgenheit der Kinder und intensivieren die harmonisierende Farbgebung.

Das Signal "ich kann loslassen, es ist jetzt Zeit zu schlafen" soll so betont werden. In der Kinderkrippe petitini herrscht der Wunsch eine Schlafkultur zu etablieren, weshalb die Schlafräume den angrenzenden Gruppenräumen zugeordnet sind.

In den Schlafräumen stehen den Kinder Doppelstockbettchen oder Bodenmatratzen zur Verfügung. Die Kinder haben ihren festen Schlafplatz. Kinder, die zur Mittagsschlafzeit nicht müde sind, können sie im Schlafraum ruhen oder in einem der anderen Gruppenräume ruhigen Aktivitäten nachgehen und werden dort beaufsichtigt.

Für die Kleinkindgruppen gilt, dass der Tagesablauf zwar routiniert ist, jedoch kein Muss darstellt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn ein Kind schlecht geschlafen hat, nicht so früh ins Bett gekommen ist wie sonst oder einfach müde sind, kann es seinen individuellen Tagesrhythmus folgen. Das Team wird das Kind auch außerhalb der Standardzeiten zum Schlafen bringen oder es kann sich im Ruhebereich zurückziehen.

5. Spaß am gesunden Essen – Gesundheitsfürsorge

Der Geschmackssinn und ein gesundes Essverhalten werden in den ersten Lebensjahren geprägt. Es soll dem Kind schmecken! Das Kind soll die Möglichkeit haben, die von der Natur geschenkten Lebensmittel unverfälscht zu entdecken und zu schätzen. Dabei dürfen, die je nach Alter noch nicht ausgereiften kindlichen Verdauungsorgane keinesfalls überfordert werden. Süßigkeiten oder gesüßte Getränke werden bei petitini nicht angeboten.

Süßigkeiten sind nicht Teil des Speiseplans oder der Pädagogik. Die Möglichkeit des Stillens in der Einrichtung wird bei Bedarf angeboten, ebenso wie das Mitbringen von abgepumpter Muttermilch. Die Eltern werden über die hierfür geltenden Hygienebestimmungen informiert.

Unsere warmen Mahlzeiten werden von der Firma Hoffmann Menü mit großer Sorgfalt zubereitet und tiefgefroren geliefert. Es gibt einmal wöchentlich Fleisch (kein Schweinefleisch) und einmal wöchentlich Fisch. Ansonsten bieten wir Gemüse-, Reis - und Nudelgerichte wie Eintöpfe, Rösti Ecken, Mais-Rigatoni, Reis mit Lachs-Broccoli Soße, Kaiserschmarrn, Gemüsesuppe mit Putenwiener u.ä. an. Der Speiseplan hängt im Eingangsbereich aus.

Die kalten Mahlzeiten (Frühstück und Brotzeit, Snackpausen) werden täglich frisch zubereitet. Wir bieten ungezuckerter Frucht- und Naturjoghurt, Kräuterquark, Hütten- und Frischkäse mit und ohne Laktose, saisonales Obst (Apfel, Birne, Pflaumen, Trauben, Banane, Melonen, Mandarinen u.ä.) und Gemüse (Paprika, Karotte, Gurke, Tomaten, Salat),Wurstwaren (kein Schwein, Putenschinken und - Mortadella, Geflügelsalami, Geflügelwiener), verschiedene Käsesorten mit und ohne Laktose, Marmeladen, Honig (für Kinder über einem Jahr) und vegetarische Brotaufstriche, Kuhmilch, Hafer- und Sojamilch, weizenfreies Brot z.B. Hirse und Roggen und Baguette, Vollkorn-Kekse und Laktose & Gluten freie Kekse, Knäckebrote, Reis- oder Maiswaffeln an.

Unser Brot beziehen wir von der Hofpfisterei München, Gemüse und Obst von lokalen Anbietern in Großhadern.

Für eine werteschätzende Haltung zum Essen ist es wichtig eine Tischkultur zu entwickeln. Sie beinhaltet regelmäßige Essenszeiten, Tisch decken und eventuell schmücken, erst vom Tisch aufstehen, wenn man fertig ist, das Erlernen mit Besteck zu essen, Bitte und Danke sagen und Essensmanieren.